{"id":105,"date":"2011-09-19T23:20:37","date_gmt":"2011-09-19T21:20:37","guid":{"rendered":"http:\/\/hannah-biedermann.de\/?page_id=105"},"modified":"2012-05-16T18:32:58","modified_gmt":"2012-05-16T16:32:58","slug":"eine-geschichte-erzaehlt-sich-selbst-lena-story-im-theater-marabu-fordert-viel-aufmerksamkeit-ueppiger-beifall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hannah-biedermann.de\/?page_id=105","title":{"rendered":"Pressekritiken zu &#8220;Die Geschichte von Lena&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\"><strong><font size=\"3\">Eine Geschichte erz\u00e4hlt sich selbst. Lena Story im Theater Marabu fordert viel Aufmerksamkeit . \u00dcppiger Beifall<\/font><br \/><\/strong><\/font> <\/p>\n<p align=\"LEFT\"><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\">Ein  Schauspieler und eine Schauspielerin wollen eine Geschichte erz\u00e4hlen,  aber sie wissen nicht wie. Weil bekanntlich aller Anfang schwer ist,                      probieren sie es erst mal mit dem sanft-brutalen  M\u00e4rchenton der Br\u00fcder Grimm. \u201cEs war einmal&#8230;.\u00c3\u00a2\u20ac\u00c2\u009d. Aber der gef\u00e4llt ihnen  so wenig wie der schaurig hohle Hall, in dem gr\u00e4usliche  Fantasygeschichten                      daherzukommen pflegen: \u201cEs war eine dunkle  Novembernacht&#8230;\u00c3\u00a2\u20ac\u00c2\u009d <\/font><\/p>\n<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\"> <\/font> <\/p>\n<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\">Eigentlich geht es in der Beuler Brotfabrik ja  auch eher um da Ende der Sommerferien. Schlie\u00dflich \u00fcberreden sie ihre  Geschichte, sich doch zu                      erz\u00e4hlen. Es geht beim Theater Marabu also um \u201cDie  Geschichte von Lena\u00c3\u00a2\u20ac\u00c2\u009d von Michael Ramlose und und Kira Elhauge, die  Volker Quandt aus dem D\u00e4nischen \u00fcbersetzt hat (Harlekin Theaterverlag)  und Hannah Biedermann inszenierte.<\/font>                 <\/p>\n<p>                 Die  sch\u00f6nen Sommerferien sind                      schon vorbei, in denen anders als sonst die Eltern  Lena Freundin Maria nicht mitnehmen konnten, weil Lenas gro\u00dfer Bruder  mitkam. F\u00fcr f\u00fcnf sei das Ferienhaus am See zu klein. Maria ist ihre  beste Freundin, sie                      fehlt Lena , die das beste daraus zu machen versucht  und in den Briefen Maria an allem teilhaben l\u00e4sst. Sie freut sichs aufs  Wiedersehen. <\/p>\n<p align=\"LEFT\"><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\">Aber das gestaltet sich dann wie ein schauriger  Albtraum f\u00fcr Lena. Man                      versteht, das das Ende noch einmal den Fantasyton  des Anfangs anschl\u00e4gt. Der einfache Alltag kann einen jungen Menschen in  Finsternisse sto\u00dfen, die nicht weniger schrecklich sind , als die  dunklen fiktiven M\u00e4rchen, die sie ja                      vermutlich auch oft reflektieren. Die beste  Freundin, die sie schneidet. Auf dem Platz daneben sitzt eine andere,  die Klasse hat sich gegen Lena                      verschworen. Eine Bagatelle, wie man glaubt, kann  sich bis zur Ausweglosigkeit aufschaukeln. &#8230; . <\/font><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Das Aufteilen auf nur zwei Akteure und die technische Aufbereitung des Stoffes mit Live-Kamera, Video, Soundtrack etc. ist zwar aller Anstrengung und Aufmerksamkeit wert, braucht diese aber auch. <\/p>\n<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\">Bene  Neustein und Julia Rehn spielen sich im \u00dcbrigen sehr sch\u00f6n und  bravour\u00f6s durch die Stadien des                      Fiktiven und der Identifikationen hindurch. Die  Grundierung bleibt aber immer realistisch. Der Beifall war \u00fcppig. <\/font><\/p>\n<p><font face=\"Arial,Helvetica,Geneva,Sans-serif,sans-serif\" size=\"-1\"><strong>Bonner Rundschau vom 19.09.2011<\/strong><\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><font size=\"3\">Au\u00dfen vor und ausgeliefert<\/font> <\/strong><\/p>\n<p>Die Sommerferien sind vor\u00fcber. Alle treffen sich vor der Schule, es gibt ja so viel zu erz\u00e4hlen &#8230; Das denkt auch die zehnj\u00e4hrige Lena und kann gar nicht schnell genug dort sein. Doch von diesem Tag an verwandelt sich ihr bislang so vertrautes Leben nach und nach in einen Albtraum. Dass ausgerechnet sie zum Au\u00dfenseiter werden k\u00f6nnte und den Platz mit der zuvor von allen &#8211; einschlie\u00dflich ihr &#8211; verspotteten Patricia tauschen muss, h\u00e4tte sie nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Ebenso wenig wie den Verrat ihrer vormals besten Freundin Maria, die ihre Briefe laut vorliest und Lena somit dem Spott der ganzen Klasse ausliefert.<\/p>\n<p>Mit dieser einf\u00fchlsamen und kindgerechten Inszenierung des d\u00e4nischen Originals von Michael Raml\u00c3\u0192\u00c2\u00b8se und Kira Elhauge hat die junge Regisseurin Hannah Biedermann jetzt der Reihe bemerkenswerter St\u00fccke am Theater Marabu ein weiteres hinzugef\u00fcgt. Wobei sich die Bilder, so wie bei einem guten Kinofilm, im Kopf weiter entwickeln und dort ihr Eigenleben entfalten. <br \/>Das meint die sch\u00f6nen Szenen von Lenas Sommerferien in Schweden zusammen mit den Eltern und ihrem 20-j\u00e4hrigen Bruder Klaus ebenso wie die Beispiele von Ausgrenzung und Grausamkeit, die man von einem gewissen Punkt an nicht mehr als &quot;menschlich&quot; zu entschuldigen bereit ist.<\/p>\n<p>Und das alles nur, weil Maria nicht wie sonst mit Lena in die Ferien durfte? Vielleicht beginnt es so, doch das Ganze entwickelt eine Eigendynamik, die einen schaudern l\u00e4sst. Von Bene Neustein und Julia Rehn mit Gesp\u00fcr f\u00fcr das passende Tempo gespielt, kann der Zuschauer Szene f\u00fcr Szene wie in einem Storyboard bl\u00e4ttern. Alarmiert von der Besorgnis der Eltern zu Beginn des St\u00fcckes: Was mag da passiert sein, als Lena sich selbst von ihnen unverstanden und g\u00e4nzlich allein gelassen f\u00fchlte und die Dem\u00fctigungen in der Schule nicht l\u00e4nger ertragen hat? Die Antwort l\u00e4sst selbst noch viele Fragen offen.<\/p>\n<p><strong>Genaralanzeiger, Feuilleton vom 24.10.2011 <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Geschichte erz\u00e4hlt sich selbst. Lena Story im Theater Marabu fordert viel Aufmerksamkeit . \u00dcppiger Beifall Ein Schauspieler und eine Schauspielerin wollen eine Geschichte erz\u00e4hlen, aber sie wissen nicht wie. Weil bekanntlich aller Anfang schwer ist, probieren sie es erst mal mit dem sanft-brutalen M\u00e4rchenton der Br\u00fcder Grimm. \u201cEs war einmal&#8230;.\u00c3\u00a2\u20ac\u00c2\u009d. 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